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„Ackerland in Bürgerhand“ – Die BioBoden Genossenschaft eG

Immer mehr Landwirte möchten ökologisch wirtschaften. Doch ist das dazu notwendige Land nicht immer finanzierbar. Diese Tatsache rief Uwe Greff auf den Plan. Der Anlagespezialist der GLS Gemeinschaftsbank gründete die BioBoden Genossenschaft, die Agrarland kauft und an Biobauern verpachtet. Wer hier investiert, bekommt nicht nur Zinsen, sondern trägt dazu bei, daß Ackerland in Bürgerhand bleibt. 2017 wurde der Initiative der Förderpreis “Mehr Bio für morgen” verliehen.

 

“Wir sind davon überzeugt: Die Zukunft einer am Menschen orientierten Landwirtschaft kann nur ökologisch nachhaltig, an der Bewahrung und schonenden Nutzung der langfristig zur Verfügung stehenden Ressourcen ausgerichtet und global gerecht erfolgen. Dieser Weg ist für uns der einzig richtige, denn die Folgen der intensiven Landwirtschaft sind bereits seit vielen Jahren überall auf der Welt sichtbar: Hungersnöte, Krankheiten und Vertreibung.

All das zeigt: Wir müssen dringend handeln. Wenn wir unsere Böden nicht schützen, beraubt sich die Menschheit ihrer Lebensgrundlage”. Unter diesem Motto wurde 2015 die BioBoden Genossenschaft gegründet. Inzwischen ist man mit bereits über 3.000 Mitgliedern zu einer starken Gemeinschaft herangewachsen. 

 

Das Prinzip

Die BioBoden Genossenschaft kauft freie Flächen oder landwirtschaftliche Betriebe und stellt sie ökologisch orientierten Landwirten gegen Pacht zur Verfügung. Alle Landwirte sind dazu verpflichtet, die “BioBoden-Flächen” nach den strengen Grundsätzen eines Öko-Anbauverbandes zu bewirtschaften.  

Dazu gehören unter anderem artgerechte Tierhaltung, Verzicht auf chemisch-synthetische Gifte, Ressourcenschutz sowie soziale und faire Arbeitsbedingungen. Wobei es bisweilen einiger Jahre bedarf, um einen bereits bestehenden Landwirtschaftsbetrieb auf ökologische Bewirtschaftung umzustellen. Auch die Waldbewirtschaftung hat in Anlehnung an die Prinzipien naturgemäßer Waldwirtschaft zu erfolgen.

 

Die Genossenschaft

Finanziert wird das Genossenschaftsprinzip durch … Sie! Und durch andere ökologisch orientierte Menschen, die bereit sind, sich finanziell einzubringen und Anteilscheine zu zeichnen. Und wo wäre investiertes Geld besser und nachhaltiger angelegt?

So erklären die Protagonisten: “Wir haben uns für das Genossenschaftsmodell entschieden, weil wir glauben, daß viele Menschen gemeinsam mit uns Verantwortung dafür übernehmen wollen, daß regional verankerte, ökologische Landwirtschaft betrieben werden kann”.

 

Großes Verantwortungsbewußtsein

  • Verantwortung für die Produktion ökologisch hochwertiger Lebensmittel.
  • Verantwortung dafür, daß junge Menschen ökologische Landwirtschaft betreiben können.
  • Verantwortung für einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur
  • Verantwortung für die eigene Gesundheit und für die nächsten Generationen.

 

Der Boden – unsere Lebensgrundlage

Den nachhaltigen Visionen der BioBoden Genossenschaft ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht ein paar Sätze zum Thema Boden: “Wir gehen verantwortlich und mit Respekt mit der Naturressource Boden um. Denn so ein Boden ist ein eigenes Universum: In einem Kubikmeter finden sich mehr Lebewesen als die sieben Milliarden Menschen auf der Erde. Wer hier eingreift, zerstört nicht nur ein fein austariertes Gleichgewicht, sondern schadet sich selber. Wir haben Achtung davor, daß die Natur zum Beispiel in Deutschland im Durchschnitt 2000 Jahre braucht, um 10 Zentimeter Boden zu schaffen”.

 

Weitere Informationen:

BioBoden Genossenschaft eG
Web: www.bioboden.de

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