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Too Good to go – Die App zur Lebensmittelrettung

In vielen europäischen Ländern ist die Wegwerfmentalität noch immer gang und gäbe. Vor allem, wenn es um unsere Lebensmittel geht. Alljährlich landen Millionen Tonnen hochwertiger Produkte im Müllcontainer. Während in den Supermärkten die Haltbarkeitsdaten ausschlaggebend sind, werden in der Gastronomie jeden Tag frische Lebensmittel entsorgt. Diese unnötige Verschwendung wollten fünf junge Dänen nicht mehr akzeptieren und haben 2015 die App “Too Good To Go” entwickelt.

 

“Too Good To Go” könnte man frei übersetzen mit: zu gut, um weggeworfen zu werden. “Too Good To Go ist die App zur Lebensmittelrettung”, erklären die Protagonisten Thomas Bjørn Momsen, Stian Haanes Olesen, Adam Sigbrand, Brian Christensen und Klaus Pedersen. “Wir setzen uns für eine Welt ein, in der produzierte Lebensmittel auch konsumiert werden.

Der Auftrag unseres öko-sozialen Startups lautet dabei: Essen retten, Geld sparen und die Welt verbessern! Global wird mehr als ein Drittel aller produzierten Lebensmittel unnötigerweise weggeworfen. Um dieser sinnlosen Ressourcenverschwendung zu begegnen, haben wir ein revolutionäres Konzept erarbeitet, das gastronomische Betriebe mit Kunden vernetzt”.

 

Das Prinzip

Restaurants lassen sich registrieren, stellen ihre Menüs ins Netz, und diese können dann ab einer bestimmten Uhrzeit (kurz vor Ladenschluß) zum Schnäppchenpreis erworben werden. So müssen Restaurants ihr gutes Essen nicht sinnlos entsorgen, und die Kunden bekommen eine leckere Mahlzeit für durchschnittlich 3-5 Euro. Vor allem bei Studenten ist diese App in Dänemark ein Renner. In einem TV Beitrag im September berichteten dänische Journalisten von einem Rückgang an weggeworfenen Lebensmitteln von bis zu 50 Prozent.

Die Initiative “Too Good To Go” hat in unserem Nachbarland eine wahre Lawine ausgelöst. Zudem sensibilisiert sie vor allem junge Menschen für das Thema Nachhaltigkeit. “Wir wollen Essen wieder zu mehr Wertschätzung verhelfen”, erklären die “Too Good To Go”-Erfinder. “Essen ist die wichtigste Energiequelle, die Menschen haben und die sollten wir nicht achtlos wegwerfen”.

Die Emissionen von Treibhausgasen durch diese Verschwendung stehen an dritter Stelle aller Emissionen. “Wenn wir nur die Hälfte des weggeworfenen Essens vor der Tonne retten würden, könnten wir die ganze Welt satt bekommen. Wir sind davon überzeugt, daß unser Konzept einen großen Beitrag im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung leistet. Wir freuen uns darauf, eine globale Community aufzubauen, denn mit unserem Ansatz kann Lebensmittelrettung auf der ganzen Welt gelingen”.

 

Nachhaltigkeit lohnt sich – auch finanziell!

Anfänglich wollten die fünf jungen Männer ihre Initiative ehrenamtlich betreiben. Dann ließen sie sich dazu überreden, einen Euro an jedem Gericht als Aufwandspauschale einzuberechnen. Inzwischen ist das Projekt auch ein wirtschaftlicher Erfolg: “Too Good To Go wurde 2015 von fünf Freunden gegründet.

Durch den schnellen Erfolg unseres Konzepts konnten wir direkt in verschiedene Länder wachsen. Aktuell gibt es uns in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Großbritannien und der Schweiz. Bislang wurden schon 1,5 Millionen Mahlzeiten gerettet und dadurch 2.500 Tonnen CO2 eingespart!”

Auch hier zeigt sich: Nachhaltige Initiativen sind die Unternehmen der Zukunft. Und wer nachhaltig denkt und dem Gemeinwohl dient, der verdient unser Unterstützung. Guten Appetit!

 

Weitere Informationen:

Too Good To Go – Die App gegen Lebensmittelverschwendung
Web: www.toogoodtogo.de

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