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Solidarische Landwirtschaft – Sich die Ernte teilen!

Wie kann heute angesichts des globalen „Super-Marktes“ eine bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleiben, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt? Bei der „Solidarischen Landwirtschaft“ werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den TeilnehmerInnen mitorganisiert und finanziert wird.

 

Im Grunde ist es ganz einfach: Eine Gruppe von Menschen schließt sich mit einem regionalen (Bio)Bauern oder Gemüsegärtner zusammen und verpflichtet sich, einen bestimmten Teil des geernteten Gemüses für einen solidarisch festgelegten Monatsbetrag zu kaufen. Man teilt sich die Ernte!

So hat der Landwirt Planungssicherheit und einen fairen Preis für seine Produkte – und der „Verbraucher“ blickt hinter die Kulissen des Gemüseanbaus und kann, wenn er Zeit und Lust hat, sogar selbst bei Anbau und Ernte mithelfen.Solidarische Landwirtschaft fördert und erhält eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft, stellt regionale Lebensmittel zur Verfügung und ermöglicht Menschen einen neuen Erfahrungs- und Bildungsraum.

 

Der Ist-Zustand!

Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben meist nur die Wahl, entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre Existenz hängt von Subventionen und  Markt- beziehungsweise Weltmarktpreisen ab.

Beide sind Faktoren, auf die sie keinen Einfluß haben und die sie häufig zwingen, über ihre persönliche Belastungsgrenze sowie die von Boden und Tieren zu gehen, oder ganz aus der Landwirtschaft auszusteigen. Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht ausgenommen.

 

Die Lösung!

Solidarische Landwirtschaft ist eine innovative Strategie für eine lebendige, verantwortungsvolle Landwirtschaft, die gleichzeitig die Existenz der Menschen, die dort arbeiten, sicherstellt und einen essenziellen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet. Die solidarische Landwirtschaft hat zum Ziel, den Landwirten die notwenige, auch monetäre Wertschätzung für ihre Arbeit zurückzugeben und sie aus dem Joch der Abhängigkeit von großen „Supermarktketten“ zu befreien.

Qualität steht dabei vor Quantität und Gemeinschaft vor Konkurrenz. Dieses solidarische Gemeinwohldenken soll allen Beteiligten zugutekommen und eine Landwirtschaft fördern, die im Einklang mit der Natur wirtschaftet und die Arten- und Sortenvielfalt von Tieren und Pflanzen schützt und bewahrt.

 

Die Kosten!

Je nach Mitgliederzahl liegt der monatliche „Beitrag“ etwa zwischen 50 und 80 Euro. Dieser wird einmal pro Jahr bei einer sogenannten Bieterrunde ermittelt, indem die jährlichen Gesamtkosten des Betriebes durch die Zahl der Teilnehmer dividiert werden.

Dafür erhält der „Solawist“ dann einmal pro Woche regionales, saisonales und im Idealfall biologisches Gemüse – und unterstützt dabei eine gute Sache! Nämlich das Überleben unserer natürlichen, ökologischen Vielfalt

 

Weitere Informationen:
Web: www.solidarische-landwirtschaft.org

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